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13.05.2020

"Wir wollen es den Bewohnerinnen und Bewohnern so schön wie möglich machen"

Drehorgelspielen, Blumen pflanzen, Eisüberraschungen und erste Besuche - das Team im Immanuel Seniorenzentrum Elstal lässt sich für die Bewohnerinnen und Bewohner viel einfallen.
Drehorgel | Bewohnerin | Pflegerin | Betreuung | Immanuel

Bewohnerin Irene Hahn genießt das Drehorgelspielen im Beisein von Pflegerin Sabine Rauser.

Erika Hübner und Brigitte Dziuba (re.) pflanzen neue Balkonblumen für Wohnbereich 3.

Urlaubsstimmung am selbstgebauten Eisstand: Lisa Kratzke, Leitung Betreuung, macht einer Bewohnern ein Eis zurecht.

Paul und Helene Klimaczewski bei ihrem Lieblingsspiel Rummikub.

Endlich wieder Besuch empfangen - Ingeborg Günther trifft ihren Sohn im Garten, mit Mund-Nasen-Schutz und dem vorgeschriebenen Abstand.

Mit der Corona-Pandemie kamen auch die Besuchseinschränkungen und Besuchsverbote für stationäre Pflegeeinrichtungen. Um den Bewohnerinnen und Bewohnern, die ihre Angehörigen vermissen, trotzdem möglichst viele schöne Moment zu schenken, lassen sich die Teams in den Pflegeheimen der Immanuel Albertinen Diakonie viele Aktionen einfallen, wie etwa im Immanuel Seniorenzentrum Elstal.

"Wir wollen es den Bewohnerinnen und Bewohnern auch in dieser belastenden Zeit so schön wie möglich machen", sagt Leiterin Nicole Klingner-Oerder.

Nach Hof-Konzerten an Ostern und am 1. Mai, verbrachten die Seniorinnen und Senioren den 8. Mai mit einem vielfältigen Programm. So organisierte das Team eine Drehorgel für ein Konzert im Hof. Die Bewohnerinnen und Bewohner durften sich selbst an der Orgel ausprobieren und erfreuten sich an den Melodien, die sie dem Leierkasten entlockten. Dafür gab es anschließend ein Drehorgelzertifikat. "Das war einfacher, als ich mir das vorgestellt habe", sagte Bewohnerin Irene Hahn. Margot Tammer freute sich über die Abwechslung: "Toll, dass es so viele Aktionen gibt und dass alle trotz der Corona-Situation so freundlich und guter Stimmung bleiben."

Für eine Eisüberraschung baute der Hausmeister eigens einen Eisstand, wie er an einer Strandprommenade stehen könnte. Alle Bewohnerinnen und Bewohner bekamen die Möglichkeit, sich ihr eigenen Eisbecher am Eiswagen von den Betreuungskräften zusammenstellen zu lassen. "Es gab Schoko-, Vanille- und Erdbeereis, sowie frische Erdbeeren für die Garnitur, Schoko- und Erdbeersoße und eine kleine Auswahl an Streuseln", berichtet Lisa Kratzke, Leiterin der Betreuung. "Alle schienen sich sehr über die kleine Aufmerksamkeit und Abkühlung an diesem schönen sonnigen Tag zu freuen."

Damit die Balkone wieder erblühen, pflanzten die Bewohnerinnen Erika Hübner und Brigitte Dziuba die neuen Balkonpflanzen für Wohnbereich III in große Blumekästen. "Alle Bewohner warteten schon sehnsüchtig auf die farbenfrohen Pflanzen", sagt Betreuerin Susanne Friedrich. Sie setzte gemeinsam mit Bewoherin Roswitha Hintze zudem essbare Pflanzen und unterhielt sich mit ihr über Erfahrungen in der Gartenarbeit.

Auch außerhalb der besonderen Aktionen wird im Immanuel Seniorenzentrum Elstal gesungen und gespielt, gebastelt und geplaudert. Sehr beliebt bei Ehepaar Helene und Paul Klimaczewski ist zum Beispiel Rummikub, das sie regelmäßig gemeinsam mit der Betreuung spielen.

Nachdem das Land Brandenburg am Abend des 8. Mai erste Lockerungen des Besuchsverbots in Pflegeheimen ab Samstag, dem 9. Mai ankündigte, machten es Einrichtungsleiterin Nicole Klingner-Oerder und ihr Team über Nacht möglich, dass Angehörige unter Einhaltung aller Abstands- und Hygieneregeln sowie mit Mund-Nasen-Schutz nach langen Wochen und rechtzeitig zum Muttertag am 10. Mai erste Besuche im Garten abstatten konnten. "Ich habe mich wirklich sehr gefreut, am Sonntag den Geburtstag meiner Tochter mit ihr gemeinsam feiern zu können", sagt Margot Tammer.

 
 
 
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