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13.07.2015

Viel mehr als „Punkt, Punkt, Komma, Strich“

Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenzentrums Schöneberg präsentieren bei einer Vernissage ihre künstlerischen Arbeiten. Die Ausstellung kann aktuell besucht werden.
Immanuel-Miteinander Leben - Seniorenzentrum Schöneberg - Nachrichten - Vernissage - Ausstellung -Kunsttherapeutin Kornelia Noß und Henry Mielke

Mit einer Vernissage eröffneten die Bewohnerinnen und Bewohner ihre Ausstellung

„Ich habe schon eines erworben“, freut sich Sybille Viehweger, Bewohnerin des Seniorenzentrums Schöneberg über das Bild. „Es erinnert mich an Ischia.“ Künstler Henry Mielke gibt sein Werk nur zu gerne in die Hände seiner Bewunderin. Eine ganze Wand des Aufenthaltsraums in der 1. Etage des Seniorenzentrums schmücken Aquarelle des 89-Jährigen.

Bei der Vernissage am 9. Juli 2015 präsentierten die Seniorinnen und Senioren stolz ihre Bilder, die sie während der Kunsttherapie gemalt oder gezeichnet haben. Immer dienstags und donnerstags wird die Therapiestunde ehrenamtlich von Kornelia Noß begleitet. Seit dem Praktikum, das sie während ihres Studiums absolvierte, hält die Kunsttherapeutin Kontakt zum Schöneberger Seniorenzentrum. Damals bemerkte sie, wie wichtig Kunsttherapie gerade für oder mit älteren Menschen sei.

„Die Bewohnerinnen und Bewohner sind ganz unterschiedlich in ihrer Herangehensweise“, erklärt die Kunsttherapeutin. „Henry Mielke malt zum Beispiel nach Vorlagen. Er sucht sich Kunstpostkarten bedeutender Expressionisten aus und es ist sehr faszinierend, was daraus entsteht. Heinz Rouvaire hat sich dagegen schon immer für Zeichnungen interessiert und bringt einige Vorkenntnisse mit. Das kann man in seinem Portrait ganz deutlich erkennen.“

Kornelia Noß ergänzt: „Ich freue mich über unsere erste Ausstellung. Es ist die beste Form der Werbung – vor allem für die Bewohnerinnen und Bewohner, die jetzt hier sind und sich noch nicht in die Therapiestunde getraut haben.“ Vielleicht motiviere es sie zu sehen, dass man nichts Perfektes können muss. Die meisten Besucher der Maltherapie sind nämlich erst einmal skeptisch und sagen Sätze wie: „Aber ich kann doch gar nicht mehr als Punkt, Punkt, Komma, Strich“. „In der Kunsttherapie ist alles richtig“, entgegnet Kunsttherapeutin Kornelia Noß dann, „und es gibt auch keine Noten“, sagt sie und lacht.

Wer sich für die künstlerischen Arbeiten im Seniorenzentrum Schöneberg interessiert, ist herzlich eingeladen, die Ausstellung zu besuchen.

 
 
 
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